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Fragebogen

Donnerstag, 1. Juli 2004

fragebogen, teil 6

gastspiel: sibylle berg, teil 2. (teil 1)

Wie wäre es, wenn alle so leben würden wie du?

weniger straßenverkehr. mehr cola light-konsum.
weniger anke engelke. mehr harald schmidt.
weniger sex. mehr ersatzhandlungen.

Würde jemand sein Bein für dich opfern?

würde ich nicht wollen.

Würdest du für jemanden dein Bein opfern?

hm. vielleicht.

Woher weißt du, was richtig und falsch ist?

ich weiß es viel zu selten. und zu spät.

Wie wäre es, in diesem Moment zu sterben?

egal.

Würdest du gerne den Zeitpunkt deines Todes bestimmen?

nein.

Warum sollte dich jemand retten?

ich werde darüber nachdenken.

Gibt es dich, wenn keiner mit dir redet?

ja.

Warum sollte alles wieder gut werden?

sollte es das?

Wie lange erregt es dich, etwas neues zu besitzen?

dinge? stunden.
gedanken, ideen? stunden, tage vielleicht.
gefühle? lange.

Montag, 14. Juni 2004

fragebogen, teil 5

gastspiel: sibylle berg, teil 1.

Wird mein Leben so weitergehen wie bisher?

wenn ja, mache ich mir ernsthafte sorgen.

Möchtest du der Mensch sein, der dich liebt?

früher nicht. jetzt nicht. vielleicht später.

Warum liebst du nie den, der von dir geliebt werden will?

ich weiß es nicht.

Warum liebt dich nie der, von dem du geliebt werden willst?

ich weiß es nicht.

Wo bist du, wenn du schläfst?

in meinen wünschen. in meinen ängsten.

Hast Du Angst, wahnsinnig zu werden?

nein. dazu habe ich mich zu sehr unter kontrolle.

Weißt du, wie andere dich sehen?

manchmal vermute ich es. sie irren.

Warum willst du glücklich sein, obwohl es einsam macht?

macht es das? ich fühle mich nicht glücklich, und trotzdem ...

Weinst du, damit dich jemand tröstet?

nein.

Warum zögerst du, wenn du sowieso nicht konsequent bist?

weil mir die dinge entgleiten könnten.

fragen sind der fas vom 4.1.04 entnommen. zum abschluss dieses hier.

edit: Hast Du Angst, wahnsinnig zu werden?
vorhin war's, da dachte ich für einen moment, ich könnte in die nacht eintauchen. gleich. einfach loslassen. und hatte keine angst. freute mich darauf. aber dann hörte ich die vögel zwitschern. in real natürlich... und wusste, dass es schon wieder tag war. das nächstemal vielleicht.

Donnerstag, 10. Juni 2004

fragebogen, teil 4

warum nicht wieder mal fragebogen. langwierige erklärungen hier. heute aus dem fragebogen IV: hoffnung.

frage 5: Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

von den grundlegenden noch keine. weniger wichtige habe ich nicht nur aufgegeben, sondern wohl auch schon vergessen. zumindest fällt mir keine ein.

frage 7: Kann Haß eine Hoffnung erzeugen?

weiß ich nicht. ich habe noch nicht lange/konsequent genug gehasst.

frage 9: Können Sie ohne Hoffnung denken?

nein.

frage 10: Können Sie einen Menschen lieben, der früher oder später, weil er Sie zu kennen meint, wenig Hoffnung auf Sie setzt?

ich befürchte - ja. liebe und hoffnung haben selten mit vernunft zu tun.

frage 12: Genügen Ihnen die privaten Hoffnungen?

welche sonst? kollektive? gesellschaftliche? hoffen auf den weltfrieden? ja, genau, um auf frage 5 zurückzukommen: von den allgemeinen gesellschaftlichen habe ich einige aufgegeben.

frage 22: Hoffen Sie auf ein Jenseits?

nein.

frage 23: Wonach richten Sie Ihre täglichen Handlungen, Entscheidungen, Pläne, Überlegungen usw., wenn nicht nach einer genauen oder vagen Hoffnung?

nach der tagesverfassung und dem kontostand.

Dienstag, 6. April 2004

fragebogen, teil 3

in fortsetzung des hier begonnen: geld hat man nicht, darüber schreibt man. in anbetracht dessen, dass derzeit wieder besonders akuter mangel herrscht und der letzte doppeljackpot sich ein weiteres mal nicht durch meine magischen zahlen leeren ließ, sind die meisten antworten sehr theoretisch anzusehen. sieben fragen aus dem fragebogen VI:

frage 3: Haben Sie schon ohne Bargeld leben müssen?

kam schon mal vor. aber nicht länger als ein, zwei tage. und steht demnächst wohl wieder an.

frage 7: Haben Sie schon gestohlen?
a. Bargeld?
b. Gegenstände (ein Taschenbuch am Kiosk, Blumen aus einem fremden Garten, eine Erstausgabe, Schokolade auf einem Camping-Platz, Kugelschreiber, die umherliegen, ein Andenken an einen Toten, Handtücher im Hotel, usw.)?
c. eine Idee?


a) & b) ähem, ja. aber das waren jugendsünden. das meiste zumindest. schokolade nicht am camping-platz, ich war noch auf keinem, dafür aber im zuckerlg'schäft (süßwarenladen heißt das auf deutsch, glaube ich. oder bongbongladen? lakritzendepot?), aber da ging es auch um mutproben unter halbwüchsigen. das handtuch vom hotel habe ich heute noch. nach siebzehn jahren ...

c) eher nein. zumindest keine, mit denen ich mich vor anderen als urheber der idee ausgeben würde.

frage 10: Sind Sie ein Sparer?

nein.

frage 16: Fürchten Sie sich vor den Armen?

nein.

frage 17: Warum nicht?

bei mir gibt's nichts zu holen.

frage 18: Was tun Sie für Geld nicht?

schon sehr hypothetisch die frage. vermutlich für kein geld: morden & sonstige gewaltakte (wenn geld das einzige motiv wäre). ansonsten hängt alles von der gebotenen summe ab. glaube ich.

frage 20: Möchten Sie eine reiche Frau?

ja, bitte! und wenn wir schon beim wünschen sind: aussehen und maße von linda evangelista, oder, wenn nicht mehr vorrätig, dann uma thurman.

Montag, 22. März 2004

fragebogen, teil 2

hatte der fragebogen von frisch letztens das ende alles irdischen, also den tod, zum inhalt, so befassen wir uns diesmal mit dem zweiten großen menschheitstraumathema, aus dem es kein entrinnen gibt: frauen. es gilt wieder: aus den insgesamt 25 fragen (fragebogen III) wurden sieben zur beantwortung ausgewählt.

frage 4: Wie stehen Sie zu Männern:
a. wenn Sie der Nachfolger sind?
b. wenn Sie der Vorgänger sind?
c. wenn SIe dieselbe Frau gleichzeitig lieben?


a) ist mir egal.
b) ist mir egal.
c) ist mir egal - so lange ich es nicht weiß.

frage 7: Befremdet Sie eine kluge Lesbierin?

meine lieblingsfrage im ganzen buch. eigentlich denke ich noch immer über die formulierung der frage nach - besser gesagt, über die gründe dieser frage. was bitte, meinte der autor damit? fühlte e r sich von einer "klugen lesbierin" befremdet? befremdet, weil eine ihm bekannte frau klug war? oder weil sie klug war, trotz ihrer vorliebe für das gleichgeschlechtliche? oder lesbisch obwohl klug? ich verstehe die frage nicht wirklich.

frage 11: Was hat Sie am häufigsten verführt?
a. Mütterlichkeit?
b. daß Sie sich bewundert wähnen?
c. Alkohol?
d. die Angst, kein Mann zu sein?
e. Schönheit?
f. die voreilige Gewißheit, daß Sie der überlegene Teil werden und sei es als liebevoller Beschützer.


auf a) steh ich nicht so, c) praktiziere ich nicht, d) hatte ich das letzte mal wohl vor zwanzig jahren. aus der vorgegebenen auswahl bleibt eine mischung aus b), e) und f). klingt narzisstisch, ist aber so.

frage 12: Wer hat den Kastrationskomplex erfunden?

sigmund freud und alice schwarzer.

frage 19: Können Sie sich eine Frauenwelt vorstellen?

ich sag mal ja. kommt besser an.

frage 22: Möchten Sie von einer Frau ausgehalten werden:
a. durch ihre Erbschaft?
b. durch ihre Berufsarbeit?


a)

frage 25:Warum müssen wir die Frauen nicht verstehen?

es ist weniger eine frage des müssens als des könnens.

Sonntag, 14. März 2004

fragebogen

einleitung:
wenn einem sonst nichts einfällt, sind fragebögen beliebte notlösungen für blogeinträge. zumindest scheint dies in diversen blogs zu gelten. da will ich nicht nachstehen und eröffne hiermit die kartei antworten auf fragen, die keine sau interessieren. und es sind nicht die friday five oder tuesday three die hier abgefragt werden, nein, wir greifen quasi zur mutter der fragebögen, erstellt von einem der großväter der politisch korrekten literatur, der irgendwann im letzten jahrhundert sein blog tagebuch mittels fragen an sich selbst streckte: als ausgangsmaterial dient der fragebogen von max frisch, selbstverständlich unter umgehung etwaiger autorenrechte oder copyrights. ich verlange im gegenzug kein werbehonorar für die nennung des namens suhrkamp. sollten hierzu noch klagen fragen offen sein, wenden sie sich bitte an meine anwälte.

nun aber flugs den staub und lurch vom schmalen bändchen gepustet und fragebogen XI aufgeschlagen, denn was eignet sich angesichts des nahenden frühlings besser zum nachdenken, als der themenkreis tod? aufgrund der menge an fragen (meist 25) je themenkreis, wird immer nur eine bestimmte anzahl beantwortet. vielleicht könnte man das dann the sunday seven nennen. die fragen werden im original zitiert, auch wenn sich das manchmal ein wenig verworren oder altbacken liest.

frage 4: Möchten Sie unsterblich sein?

manchmal, wenn meine allmachtsphantasien wieder mit mir durchgehen.

frage 5: Haben Sie schon einmal gemeint, dass Sie sterben, und was ist Ihnen dabei eingefallen:
a. was Sie hinterlassen?
b. die Weltlage?
c. die Landschaft?
d. dass alles eitel war?
e. was ohne Sie nie zustandekommen wird?
f. die Unordnung in den Schubladen?


das erste und bisher letzte mal, dass ich ernsthaft meinte, zu sterben, war, als ich mit ca. drei jahren in einen fluss stürzte und am absaufen war. ich bin mir aber nicht sicher, ob mir da gerade die weltlage in den sinn kam.

frage 8: Möchten Sie wissen, wie Sterben ist?

siehe oben, ansonsten erfahr' ich's eh noch früh genug.

frage 12: Was stört Sie an Begräbnissen?

hmm, wenn ich mich recht erinnere, war ich erst auf zwei begräbnissen. beides in recht jungen jahren (nein, kein harold & maude-syndrom), und mir fiele jetzt nichts ein, was mich damals gestört hätte.

frage 16: Haben Sie schon Tote geküsst?

nein.

frage 18: Möchten Sie lieber mit Bewußtsein sterben oder überrascht werden, von einem fallenden Ziegel, von einem Herzschlag, von einer Explosion usw.?

explosionen sind gerade hochaktuell. okay, der war jetzt tiaf. wenn's nicht weh tut, möchte ich mit bewußtsein sterben.

frage 24: Wenn Sie jemand lieben: warum möchten Sie nicht der überlebende Teil sein, sondern das Leid dem andern überlassen?

das leid vergeht, der tod bleibt. oder so.

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Ahnung, warum

weil es da viel interessanteres zu lesen gibt, weil es besser geschrieben ist, oft in einem eigenwilligen und einzigartigen schreibstil, weil es immer wieder mal was zu lachen gibt, weil manchmal wunderbar verquere gedankenketten gebildet werden, man sich aber trotzdem nicht selbstverliebt in den eigenen satzgebilden suhlt, weil es auch mal angenehm spröde ist, weil es oft belangloses zeug ist und doch nicht zum chatroom verkommt, weil es kein traniges, im zweitagesrhythmus wiederholtes beziehungsdramablabla ist, weil es nicht mit öden sexblogphantasien langweilt und weil es in und außerhalb von twoday bestimmt noch viele andere ganz, ganz tolle blogs gibt, ich derzeit aber nur diese hier regelmäßig anklicke:

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